Brunner gratuliert nachträglich zum Sonderpreis des Holzbaupreises Bayern

Bayerwald Bote, 09.02.2011, Von Helmuth Rücker
Rinchnach. Da gewinnen Unternehmen aus dem Bayerischen Wald den Sonderpreis des Holzbaupreises Bayern - und Forstminister Helmut Brunner kann die Preisübergabe nicht vornehmen. Das ist eine verpasste Chance, zum einen, um das Holz als Bau- und Werkstoff zu loben, zum anderen, um die Leistungsfähigkeit heimischer Betriebe hervorzuheben. Was tun?
Michael Wenig, genannt Sterbauer, wusste in seiner Bayerwald-Schlitzohrigkeit eine Lösung. Der Chef der Firma Holzbau Dengler lud alle Beteiligten einschließlich Minister zum Frühstück in seinen Betrieb in Gehmannsberg ein und bat Helmut Brunner um eine Lobrede aus dem Stehgreif. Was diesem bestens gelang.


Stolz auf "seine" Bayerwaldler ist Minster Helmut Brunner (Mitte), der die Übergabe des Sonderpreises des Holzpreises Bayern nachholte. Im Bild (von links) Investor Christian Kappenberger (Erlebnis Akademie), Michael Wenig (Holzbau Dengler), Architekt Dino Stöger und Statik-Planer Alois Weber (IB Wolf)

Der Sonderpreis für den Baumwipfelpfad im Nationalpark war auf der Messe Bau 2011 im Januar in München überreicht worden. "Der Holzbaupreis ist mir ein großes Anliegen", sagte Minister Brunner beim Frühstück. Der Rohstoff Holz wachse direkt vor der Haustür. Es sei gut, wenn heimische Betriebe beim Umgang mit Holz als Bau- und Werkstoff viel Kreativität und Kompetenz unter Beweis stellen würden. Mit dem Baumwipfelpfad in Neuschönau hätten Firmen dies beeindruckend unter Beweis gestellt. "Holz ist konkurrenzfähig gegenüber anderen Baustoffen und ideal mit anderen Baustoffen kombinierbar", war der Forstminister stolz.
Bayern sei ein Holzland. In den bayerischen Wäldern würden eine Milliarde Kubikmeter Holzreserve stehen. Es wachse mehr Holz nach als geschlagen werde. "Jede Sekunde wächst ein Kubikmeter Holz nach", beeindruckte Brunner mit Zahlen. Damit würde eine Tonne Kohlendioxid gebunden. "Jeder der Holz verwendet, leistet aktiven Umweltschutz", sagte Brunner.
Doch Brunner wollte nicht nur den Baustoff, sondern auch die Bauausführenden loben. Die am Baumwipfelpfad beteiligten Firmen hätten schon früher Maßstäbe im Holzbau gesetzt, doch mit dem ausgezeichneten Projekt sei Ihnen eine fachmännische Meisterleistung gelungen. "Vor allem das Baum-Ei ist ein Meisterstück." Die positive Resonanz habe ihn nicht überrascht, sagte Brunner. "Der Baumwipfelpfad ist eine Werbung für den Baustoff Holz - und für den Bayerischen Wald." Bauherr war die Erlebnis Akademie (Bad Kötzting). Diese hatte sich Dino Stöger als Architekten gewählt. Die Tragwerksplanung lag in den Händen des Ingenieur-Büros Wolf (Haus im Wald), den Turm erstellte die Wiehag GmbH aus Österreich, die Stege Holzbau Dengler. Die Erlebnis Akademie hatte 3,2 Millionen Euro investiert.

 

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